Stumpf, Manfred
Manfred Stumpf studierte ab 1976 an der Frankfurter Städelschule, an der New Yorker Cooper Union ab 1978 und an der Wiener Hochschule für Angewandte Kunst ab 1979. Von 1995 bis 2024 war er an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung als Professor für Aktzeichnen und Konzeptionelles Zeichnen tätig. Seine künstlerische Arbeit bewegt sich in den Bereichen Zeichnung, Konzept- und Computerkunst. Eine wichtige Rolle für ihn spielt die biblische Episode des Einzugs Christi in Jerusalem und ihre Jahrhunderte alte Darstellungsweise: In seiner Sicht spiegelt diese Szene die ganze Spannweite menschlicher irdischer Existenz wider; er spricht von einer „Ikone“. In vielen Arbeiten – Zeichnungen wie auch monumentale Skulpturen und Projekte – greift er jeweils ein Element aus der Ikonographie dieser Szene heraus und verbindet sie mit unserer Zeit. Besonders bekannt ist sein Mosaik an der U-Bahn-Haltestelle Habsburger Allee, das eine ständige Wiederholung des Packesels darstellt, auf dessen Rücken sich aber jeweils unterschiedliche Gegenstände befinden.