Heck, Georg
Von 1911 bis 1914 absolvierte Georg Heck eine Ausbildung zum Kunstschmied und arbeitete dann als Fabrikarbeiter bei den Frankfurter Adlerwerken. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat, von 1917 bis 1920 befand er sich in Frankreich in Gefangenschaft. 1923 begann Georg Heck ein Studium an der Frankfurter Städelschule, wo er von 1928 bis 1932 die Meisterklasse Max Beckmanns besuchte. 1929 erhielt Georg Heck den Auftrag, im Roten Salon des Kasinos, einem Bauteil des IG-Farben-Komplexes – heute der Campus Westend der Goethe Universität – ein monumentales Wandbild zu gestalten. 1935 wurde das Bild als „entartete Kunst“ klassifiziert und übermalt. Im Jahr 1949 entdeckte man es wieder. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten ist es erst seit 2006 der Öffentlichkeit wieder zugänglich. Das Werk des Malers und Grafikers ist dem Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen. Im nationalsozialistischen Deutschland wurde ein Teil von Hecks Oeuvre 1933 auf dem Römerberg verbrannt. Im Zweiten Weltkrieg leistete er Kriegsdienst und war in Gefangenschaft. Weitere Arbeiten, die in Hecks Atelier eingelagert waren, wurden 1944 bei einem Bombenangriff zerstört. Ab 1946 lebte Georg Heck als freischaffender Künstler in Frankfurt-Nied und engagierte sich in mehreren Künstlergruppen: darunter die Neue Darmstädter Sezession (Mitglied ab 1951), die Frankfurter Sezession (Mitbegründer 1953), der 1976 Frankfurter Kreis (Mitbegründer 1976).