Klemm, Barbara
Barbara Klemm wuchs in einer Künstlerfamilie in Karlsruhe auf, hier erhielt sie auch erste Einblicke in die Fotografie. Von 1955 bis 1958 absolvierte sie eine Lehre zur Fotografin, die sie mit der Gesellenprüfung abschloss. 1959 kam sie nach Frankfurt am Main und begann, für die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu arbeiten, zunächst in der Klischeeherstellung und im Fotolabor. Parallel dazu machte sie sich mit dem freien Arbeiten sowie mit der journalistischen Fotografie vertraut. Ihre Aufnahmen des NPD-Bundestagswahlkampfes 1969, Porträts von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer aus dem Jahr 1969 und Motive der Studentenbewegung erlangten rasch nationale und internationale Verbreitung. 1970 bot ihr die FAZ eine Stelle als Redaktionsfotografin an, die sie mit den Schwerpunkten Politik und Feuilleton bis 2005 inne hatte. Bis 2020 war sie Honorarprofessorin an der Fachhochschule Darmstadt. Barbara Klemm entwickelte aus dem Fotojournalismus eine eigene Kunstform. Ihre Fotografien sind konsequent in Schwarz-Weiß gehalten, einige ihrer Aufnahmen prägen als Bildikonen das visuelle sowie kulturelle Gedächtnis der deutschen Gesellschaft.