Kreutz, Heinz
Ab 1938 absolvierte Heinz Kreutz eine Ausbildung als Fotograf. Nach kurzem Kriegsdienst in Stalingrad verbrachte er aufgrund einer schweren Verletzung zwei Jahre in einem Lazarett. 1944 begann er als Autodidakt künstlerisch zu arbeiten; ab 1948 wandte er sich der abstrakten Malerei zu. 1952 zeigte er seine Arbeiten in der Ausstellung Neuexpressionisten, in der so genannten Quadriga-Ausstellung. Diese Ausstellung in der Zimmergalerie Franck zeigte neben Kreutz Arbeiten von Karl Otto Götz, Otto Greis und Bernard Schultze. Die Künstler schlossen sich hier zu der Künstlergruppe Quadriga zusammen: der Kerngruppe der informellen Malerei in Deutschland und ersten avantgardistischen Künstlergruppe nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Quadriga wird auch ein erheblicher Anteil daran zugeschrieben, dass die deutsche Kunst nach 1945 wieder Anschluss an die internationale Entwicklung finden konnte. In den späteren 1950er Jahren verließ der Maler die Formensprache der tachistischen Malerei und experimentierte mit verschiedenen Techniken. Von 1971 bis 1973 war er Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.