Wolf, Martina

* 1970 Wurzen

Von 1997 bis 2002 studierte Martina Wolf an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. In der Projektklasse für Neue Medien von Lutz Dammbeck schloss sie 2005 ihr Meisterschüler*innenstudium ab. Heute lebt sie vorwiegend in Frankfurt am Main. Typisch für ihr künstlerisches Werk sind hybride Arbeiten: Verbindungen statischer und bewegter Bilder. Ausgangspunkt sind ihre Aufnahmen architektonischer Details, zum Beispiel von übermalten Hauswänden oder Ausblicken aus Fenstern, durch verdreckte Scheiben oder durch Spiegelungen. In der digitalen Montage überlagert sie dann statische Bilder und Videos; zuweilen kommen weitere Ebenen hinzu, etwa Folie als Trägermaterial. In all ihrem Minimalismus schwingen in Wolfs Arbeiten aber häufig auch inhaltliche Dimensionen mit – verfallene Bauten und architektonische Monotonie lassen nach sozialer Verwahrlosung fragen, und die Übermalungen ungewünschter Graffitis an Moskauer Hauswänden rufen zur politischen Reflexion auf.



Martina Wolf
BILDPAAR: 2020-04-26: Fensterausblick von Raum 217 und Ansicht Raum 218, Laborgebäude des ehemaligen Botanischen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt am Main (aus der Serie Raum 217 / Raum 218: 2019-12-19 – 2020-12-19
Fotografische Abbildungen, Bildreihe von zwei Aufnahmetagen und eine Grafik

2020-04-26 + 2020-05-02
Laborgebäude des ehemaligen Botanischen Instituts der Goethe-Universität Frankfurt am Main2020 und 2025)
2020, Pigment Drucke (Archivqualität), 21 x 27 cm bzw. 38.5 x 40 cm Bilderrahmen mit Passepartout und Rahmenloser Bilderhalter Rahmengrößen jeweils 38.5 x40 cm. Rückseiten einzeln signiert

Städtische Kunstsammlung, Kulturamt Frankfurt am Main
Inventar-Nr. W-2022
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